Gaz Metan Medias : Austria Wien 1:0
25-26.08.2011 (Rumänien)
Nach dem 3:1
Heimsieg gegen Gaz Metan Medias und dem 3:0 Derbysieg trafen sich 9 Bulldogs,
Andi mit y, Dani, Luf, Ingrid, Pauschi, Karner, Spuller, Müller und meine
Wenigkeit (Präsi) um 5:00Uhr Früh voller Zuversicht und gut gelaunt in Schützen
am
Gebirge, um im VW Bus die Reise nach Rumänien zu starten. Das Euro-League
Rückspiel der 4. Runde fand in Cluj statt, weil das eigene Stadion in Medias von
der UEFA nicht für internationale Spiele zugelassen wurde. Bei einer
ordentlichen Brettljause (dank Chefkoch Luf) und unserer berühmten milden und
scharfen harten Würstel, wurde mit Bier und Radler statt Kaffee im vollbesetzten
Bulldogs VW-Bus schon im Vorhinein der Aufstieg gefeiert. Die Fahrt führte über
die Grenzstation Nickelsdorf quer durch Ungarn ohne gröbere Zwischenfälle bis
nach Rumänien. Da das Straßennetz in Ungarn ja mittlerweile ziemlich gut
ausgebaut ist, ging es in unserem ungarischem Nachbarland sehr flott voran und
wir kamen recht schnell an die rumänisch-ungarische Grenze. Diese wurde ohne
längerem Aufenthalt passiert und so machten wir nach einigen kurzen Pinkel- und
Rachpausen erst bei einem rumänischen Würstelstand (BUFÈ) halt, um billige
Ostblock-Zigaretten zu kaufen. Wir begutachteten auch die angebotenen Speisen,
blieben aber aus Sicherheitsgründen doch bei unseren mitgenommen Würstel.
Danach ging es direkt weiter bis nach Cluj, wo wir uns bei strahlendem Sonnenschein erstmal auf die übliche Stadionsuche begaben. Durch Danis Einsatz an einer Ampel mit einem Autofahrer und dem daraus entstehendem, doch etwas lustig anzusehendem Gespräch mit Händen und Füßen, wurde uns bewusst, dass wir in die falsche Richtung fuhren und wieder zurück mussten. Eine Stadion-Hinweistafel führte uns dann endlich weit hinauf auf einem Berg, wo von Häusern umgeben sich das Stadion befand. Nachdem wir dort Joe vom Austria-Ordnerdienst trafen, parkte unser Fahrer Andi mit y den VW-Bus neben dem Stadion. Unser Bus schien bis dahin in gutem Zustand zu sein, aber dazu später mehr.
Anschließend
wurde ein kleines Geschäft aufgesucht, was natürlich für unsere Raucher
interessant schien, doch vor lauter Vorfreude fiel unser Pauschi über den
Türstaffel hinein, was bei seismographischen Aufzeichnungen sicher ein Erdbeben
ergeben hätte und nicht nur uns amüsierte. Mit den billig gekauften Zigaretten
ging es weiter und wir fragten einige Einheimische nach einem Restaurant, was
aufgrund der Sprachdifferenzen nicht gerade einfach war. Schließlich gelang uns
doch und ein Wassermelonenverkäufer schickte uns eine steile Straße hinauf. Doch
dieser Fußmarsch machte sich schon allein wegen dem tollen Panoramablick
bezahlt.
Nach der
Stärkung begaben wir uns wieder Richtung Stadion, wo bereits viele Uniformierte,
sogar mit gepanzerten Einsatzfahrzeugen, ihren Einsatz versahen. Wir holten uns
noch vom geparkten VW-Bus unser Bulldogs-Transparent und bekamen dann von Joe
die Eintrittskarten für fanfreundliche €1 pro Stück. Am Eingang musste mancher
Austriafan feststellen, dass der rumänische Ordnerdienst seine Aufgaben sehr
ernst nahm, und so hatten einige Fans Probleme mit mitgebrachten Sachen. Sie
wurden gleich von der Polizei abgeführt und zur Einvernahme mitgenommen. Da wir
ohne Probleme ins Stadion gelangten, wurde zuerst unser altes 15m langes
Transparent oberhalb des Sektors am rostigen Zaun montiert. Virus und Sabine,
die ebenfalls mit dem PKW angereist
waren, wurden von uns ebenso begrüßt wie die Atzgersdorfer und weitere mitgereiste Fans, die den langen Weg bis nach Rumänien
für unsere Austria auf sich nahmen. Vor ca. 4.000 Zuschauern, darunter ca. 200
Austrianern, begann das Spiel
um 19:00Uhr. Unsere Spieler ruhten sich aber zu sehr aus, was zu einem 0:1
Rückstand zur Pause führte. Nach einer schwachen Vorstellung und einem
Zitterspiel bis zum Schluss verloren wir die Partie 0:1. Durch unseren Heimsieg
wurde dennoch der Aufstieg in die Gruppenphase erreicht und unsere Mannschaft
gebührend gefeiert. Nach Verlassen des Stadions wurde der Autobus der Fanatics
und unser VW-Bus per Polizeieskorte bis zu einem Einkaufszentrum-Parkplatz
(kleine SCS) am Stadtrand vor Cluj eskortiert. Dort mussten wir auf zwei zum
Verhör mitgenommene Fans noch über 2 Stunden warten und konnten dann endlich die
Heimfahrt antreten.
In der Nacht
suchten wir noch einen Marktstand am Straßenrand auf, weil Dani und unser Fahrer
Andi mit y noch Spielzeug-Einkäufe für
den kleinen Jan (Riesenstoffbälle)
erledigen mussten. In der Zwischenzeit gingen Ingrid, Luf und Karner in ein
Restaurant um sich flüssig zu stärken. Mit einem mit Spielsachen überladenen
VW-Bus ging es schließlich weiter. Durch die Nachtfahrt wurde das Licht unseres
VW-Busses in Ungarn immer schwächer, woraufhin Andi mit y zu einer Tankstelle
lenkte, die jedoch geschlossen hatte. So fuhren wir noch weiter und die nächste
hatte um drei Uhr früh zum Glück geöffnet. Nachdem die Ursachensuche begann und
mit den Handy-Lichtern die Motorhaube durchleuchtet wurde, war bald klar, dass
die Lichtmaschine schuld war, denn ein Kabel hatte sich gelöst. Nach kurzem
Rätselraten wurde von mir der Arbö in Österreich angerufen. Doch telefonisch
konnten und wollte uns dieser wegen einer falschen Mitgliedschaft (es gibt Auto-
bzw. Personenbezogene Pakete wie Sicherheitspass usw.) dieser nicht helfen.
Daraufhin wurde der ÖAMTC mehrmals angerufen, doch auch dieser konnte uns nicht
wirklich weiterhelfen. Also wurde das gelöste Kabel nicht gerade fachmännisch
montiert, der VW-Bus angeschoben und einige Ehrenrunden rund um die Tankstelle
gedreht, doch unser Bus starb immer wieder ab. Es wurde klar, dass wir nur bei
Tageslicht eine kleine Chance hatten, wenn wir ohne Licht weiterfahren würden.
So versuchten wir bei der Tankstelle eine neue Batterie zu kaufen, aber keine
der dort lagernden passte und deshalb rasteten wir noch bis es hell wurde.
Um 6:00 Früh
startete ich einen Versuch, doch schon nach wenigen Kilometern starb der Motor
erneut ab. Der VW-Bus rollte 120km vor
Budapest noch aus und kam am Bankett zum
Stehen. Da auf der Europastraße E60 sehr viel Verkehr, speziell Schwerverkehr,
unterwegs ist und die Gefahr eines Auffahrunfalls zu groß war, beschlossen wir
den VW-Bus zu verlassen und auf einem leer stehendem Feld neben der Straße zu
warten. Der ÖAMTC wurde erneut zwecks Pannenhilfe angerufen, worauf diese den
ungarischen ÖAMTC kontaktierten und dieser uns dann zurückrief. In relativ gutem
Deutsch wurde geklärt, wo wir uns befanden, damit ein Pannenfahrer vorbeikommen
konnte. Die Telefonate mit Österreich und Ungarn sollten sich noch einige Male
wiederholen, denn es mussten auch die Frauen von Spuller und Müller angerufen
werden, die nicht glauben konnten, dass schon wieder etwas passiert war. Nach 4
Stunden (!) unendlichen Wartens kam endlich ein ungarischer Pannenhelfer, der
kein Wort Deutsch verstand. Die Spannung der Batterie und der Lichtmaschine
wurde überprüft
und sofort ein Abschleppdienst gerufen. In einem gerufenem
privaten PKW wurden Ingrid, Dani, Luf, Pauschi, Karner, Spuller und Müller
abgeholt. Mit dem Abschleppfahrer luden Andi mit y und ich den kranken VW-Bus
auf einen Abschleppwagen, der uns 100km vor Budapest in eine neu eröffnete
VW-Werkstatt brachte. Einem Mechaniker erklärten ich das Problem mit der
Lichtmaschine, die nicht ladete. Er verstand natürlich nur „Bahnhof“ und
kontrollierte den Motorölstand! Doch danach wurde der Bus doch noch genau
durchgecheckt. Der Chef der Werkstatt konnte etwas Deutsch und erklärte uns,
dass die Lichtmaschine defekt sei und eine Neue erst bestellt werden musste. Die
würde aber erst am Montag kommen und die Firma sperrt um 16:30Uhr zu. Nach dem
ersten Schock nahm ein Mitarbeiter unsere kaputte Lichtmaschine mit, um sie
vielleicht in einer andere Werkstatt reparieren zu lassen. Durch die heißen
Temperaturen kam es zwischen Dani und Andi mit y
auch noch zu
einer gröberen Meinungsverschiedenheit, die sich später jedoch
wieder abkühlte. Um uns die Zeit zu vertreiben besuchten wir ein nahes
Restaurant um uns zu stärken. Nach dem Essen ging es wieder zurück zur Werkstatt,
wo es hieß, in einer Stunde sei die Lichtmaschine wieder da. So gingen wir
wieder retour in das Restaurant und die Zeit bei ein paar Bieren zu vergehen zu
lassen, doch als wir wieder zurückkamen hieß es erneut eine Stunde würde es noch
dauern. So ging es abermals retour bis beim dritten Versuch gegen 15:00Uhr
endlich etwas erreicht wurde. Unsere alte Lichtmaschine war wegen
darauf laufendem Motoröl komplett ausgebrannt, so wurde uns eine „neue“
gebrauchte Lichtmaschine eines alten VW-Golfs angeboten und auch von einem
Mechaniker daraufhin eingebaut. Danach musste noch die Spannvorrichtung
verlängert und geschweißt werden und nach dem Bezahlen der Rechnung von €400
ging es gegen 16:00Uhr endlich weiter nach Österreich. Nach einem weiteren
kurzen Zwischenstopp erreichten wir gegen 20:00Uhr endlich Schützen. Unser
Fazit nach so einer Reise: Wenn wir eine Reise machen, dann können wir danach
auch einiges erzählen!
Jörg/B.D. 92
BULLDOGS ON EUROPEAN TOUR 2011
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