AZ Alkmaar : Austria Wien 2:2
19-21.10.2011 (Niederlande)
Bulldogs Bahnhofstest 2011
Beim Europaleague Auswärtsspiel unserer Austria im
holländischen Alkmaar kam es zu einem unangekündigten und ungewollten
Bahnhofstest in Deutschland und in den Niederlanden. Mehr darüber erfahrt ihr in
den folgenden Zeilen zu einer der kuriosesten Bulldogs-Auswärtsfahrten der
letzten Jahre. 8 Bulldogs Mitglieder trafen sich am späten Nachmittag des
19.10.2011 zur VW-Busfahrt nach Holland. Bis zum ersten Tankstopp an der
österreichisch-deutschen Grenze in Suben verlief die Fahrt wie fast immer ohne
Probleme, Wurstsemmel-Peda als Fahrzeugkommandant in der ersten Reihe, in den
hinteren Reihen wurde am Spieltisch einem bekannten Glücksspiel, manche sprechen
aber auch von einem Geschicklichkeitsspiel, gefrönt, und wie immer wurde dabei
auch einiges an Alkohol konsumiert. In der äußerst interessanten Pokerrunde, mit
dabei waren Chefkoch Luf und Webmasta Mani, die sich zu Beginn der Fahrt je eine
1 Liter Bierdose der Marke Faxe gönnten, Präsi Jörg, Karner und Andi mit y,
konnte man nach einigen Runden sogar ein Royal Flush von Andi mit y bewundern,
dem dies aber im Laufe des Spiels wenig half, da die einzigen Sieger nach 2
Turnieren Chefkoch und Webmasta hießen. Außer das bei der Fahrt versehentlich
nur Bierdosen mitgenommen wurden, anstatt auch einigen Radlerdosen und Fotograf
Andi mit y seine Speicherkarte für die Digitalkamera vergessen hatte, verlief
bis dahin alles wie geplant.
Nachdem Tankstopp um 22:00 Uhr an der Agiptankstelle in
Suben sollte es nun in der Nach auf Deutschlands Autobahnen Richtung Alkmaar
gehen. Doch eine defekte Lichtmaschine war diesem Vorhaben im Weg, denn obwohl
diese Lichtmaschine erst vor 2 Monaten bei der letzten Bulldogs-Auswärtsfahrt
nach Rumänien in einer ungarischen VW-Fachwerkstätte mehr oder weniger
professionell eingebaut wurde, leuchtete knapp vor der deutschen Staatsgrenze
die Ladekontrolllampe auf. Die verbleibenden 950km nach Alkmaar waren mit einer
defekten Lichtmaschine in der Nach auf keinen Fall zu schaffen. Nach einem Anruf
beim ÖAMTC, vorher wurde nach einem Rat einer vorbeikommenden Polizeistreife
noch fälschlicherweise der 133 Notruf der Polizei gewählt, kamen auch schon die
nächsten Cops ins Spiel. Da wir genau auf der Grenze auf dem Parkplatz der
Schwertransporter auf den ÖAMTC warteten, waren wir einer Zivilstreife
aufgefallen. Nach der erfolgten Kontrolle unserer Personalien durch die Abfrage
in der Polizeidatenbank war auch schon der ÖAMTC Pannenfahrer bei strömenden
Regen vor Ort. Er prüfte unsere Lichtmaschine und den Regler nach deren
Funktion, hatte aber keine guten Neuigkeiten. Die ungarische Lichtmaschine
entpuppte sich als gebrauchte VW-Golf 2 Lichtmaschine, die zwar abenteuerlich
eingebaut wurde und anfangs auch ihren Dienst verrichtete, aber nun aufgrund
ihres Alters ihren Geist schneller als erwünscht aufgegeben hatte. Nun war guter
Rat teuer, der ÖAMTC-Fahrer konnte uns um Mitternacht natürlich keine neue
Lichtmaschine anbieten und wollte uns trotz Rechtsschutzpaketes keinen Ersatzbus
zur Verfügung stellen, den Gratis-Bus hätten wir nur für die Rückreise bekommen.
So kam der Telefonjoker Virus ins Spiel, der uns via
Internet Ersatzvarianten anbot. Es gab Flüge von München und Nürnberg nach
Amsterdam, um ca. €250, nur war diese Strecke mit der defekten Lichtmaschine in
dieser Nacht nicht mehr zu schaffen. So kamen wir nach 20km Fahrt zum
Hauptbahnhof in Passau. Der VW-Bus wurde in der Bahnhofstiefgarage zum
Spottpreis von 4 Euro pro Tag kurzfristig abgestellt. Da knapp nach Mitternacht
in diesem Provinzbahnhof natürlich kein Schalter mehr geöffnet hatte, mussten
wir mit dem Ticketautomaten vorlieb nehmen. Das günstige Gruppenticket, das uns
Virus per SMS angeboten hatte, konnte mit dem Fahrkartenautomaten aber nicht
gebucht werden. Nach weiteren Recherchen in einem Internet und Automaten Cafe
und sogar einem
Anruf im Callcenter der deutschen Bahn waren wir genauso schlau
wie vorher. Denn das günstige Gruppenticket konnte nur direkt beim Schalter
gebucht werden. Das Problem war aber die Öffnungszeit des Schalters ab 6:00
morgens und die Abfahrt unseres Zuges bereits um 4:27. Nachdem uns die
unfreundliche Mitarbeiterin des Spiellokals aufgefordert hatte, dieses zu
verlassen, da die meisten Bulldogs nur herumlungerten und nicht im Internet
surften oder an den Automaten spielten, wurde Luf kurz zornig und warf €10 in
einen Einarmigen-Banditen, um noch dort bleiben zu können. Nach nur 5 Minuten
Spielzeit hatte er schon €50 gewonnen und lies sich diese auch ausbezahlen. So
hatten wir Bulldogs einen unerwarteten Gewinn und das Spiel Café ein weiteres
Minus zu verzeichnen.
Die restliche Zeit bis zur Abfahrt um halb 5 wurde in einem
Irish Pub in der Innenstadt verbracht. Knapp vor der Sperrstunde um 3:00 morgens
lernten wir dort 2 junge deutsche Studenten kennen. Einer der
Möchtegernkampftrinker musste sich unbedingt mit dem Wurstsemmel-Peda im
Bierwetttrinken anlegen. Wie erwartet hatte er gegen den erfahrenen Biertrinker
keine Chance, wollte aber seine deutliche Niederlage nicht anerkennen.
Vielleicht leidet
der Bursch ja auch an dem Bud-Spencer-Syndrom, denn im Film
„Sie nannten ihn Mücke“ fühlte sich der geschneckerlte bärenstarke Schläger nach
der Niederlage gegen Mücke auch zu diesem hingezogen. Nach der Sperrstunde
verließen die Bulldogs das Shamrock Irish Pub, doch der unterlegene und schwer
alkoholisierte Kampftrinker folgte seinem neuen Idol, dem Weiß-Wurst-Peda auf
Schritt und Tritt bis zum Bahnhof und ließ sich einfach nicht abschütteln.
Erbost über den Ausdruck Weiß-Wurst-Peda war unser Wurstsemmel-Peda seinem neuen
Freund nicht mehr wohl gesonnen und machte ihm mehr oder weniger freundlich
darauf aufmerksam, dass seine weitere Anwesenheit nicht mehr erwünscht wäre.
Doch dieser ließ sich weder durch gut zureden noch auf andere Art und Weise von
seinem Freund abbringen. Auch unser Präsi Jörg und Chefkoch Luf konnten ihn auch
durch androhen von Gewalt nicht davon überzeugen, uns nicht mehr weiter zu
folgen. Er fuhr sogar den ersten Streckenabschnitt bis nach Plattling mit uns im
Zug, dort verlor er uns aber zum Glück aufgrund seiner alkoholbedingten
Kurzsichtigkeit nach dem verlorenen Wetttrinken gegen Pauschi aus den Augen.
Die zweite Strecke mit der Agilis-Privatbahn nach
Regensburg wurde ohne Ticket zurückgelegt. Am Bahnhof in Regensburg versuchten
wir nun, am mittlerweile geöffneten Schalter, uns die günstige Gruppenfahrt nach
Alkmaar zu kaufen, die aber aufgrund der Reservierungspflicht an der mangelnden
Kapazität scheiterte. Das €180 Einzelticket von Regensburg nach Alkmaar wollten
wir uns nicht leisten, wir überlegten sogar schon eine Rückfahrt, entschlossen
uns aber dann doch zur Weiterfahrt auch ohne gültige Fahrkarte. Dort passierte
uns aber ein Missgeschick, denn statt in den Zug nach Nürnberg fuhren wir in die
verkehrte Richtung nach München. Jetzt kam erneut Telefonjoker Virus ins Spiel,
der um 6:30 von uns geweckt wurde, um uns via Internet weiterzuhelfen. Er hatte
eh genügend Zeit, da er ja nach überstandener Handoperation nach der
Malmö-Auswärtsfahrt immer noch im Krankenstand war. Virus riet uns zur Rückkehr
nach Regensburg und so lernten wir am frühen Morgen den Bahnsteig in Eggmühl
kennen. Unter den vielen Pendlern und
Schülern vielen die Bulldogs-Schwarzfahrer
nur aufgrund des Schlafdefizits, nicht aber durch die fehlenden Tickets auf. Da
uns Virus auch einige andere Zugverbindungen nach Holland per SMS übermittelt
hatte, versuchten wir nun unser Glück am Schalter der Agilis Privatbahn. Und wir
hatten sogar Glück, denn auf der neuen Zugstrecke über Frankfurt und Amsterdam,
konnten wir unsere günstige 8-Mann Gruppenfahrt im ICE reservieren. So ging es
den ganzen Tag mit dem Zug mit weiteren 3 Umstiegen in Nürnberg (wo Webmasta
Mani verwundert im noch nicht ganz nüchternem Zustand fragte, ob wir jetzt doch
nicht nach Hause fahren), danach in Frankfurt und abschließend in Amsterdam nach
Alkmaar, wo wir um 18:18 ankamen. Mit 2 Taxis kamen wir 10 Minuten vor
Spielbeginn am neuen Stadion vor den Toren der bekannten Käsestadt an. Nur ein
Mitreisender, der am Bahnhof in Alkmaar wegen der vielen Hektik kurzfristig
verloren ging, kam erst pünktlich zu Spielbeginn in einem eigenen Taxi nach. Bei
Chefordner Joe bekamen wir um €20 die Eintrittskarten und die Information, dass
einer der Fanatics-Busse vermutlich den Weg von Amsterdam nach Alkmaar nicht
mehr schaffen wird. Nach einem kurzen Telefonat mit Fanatics-Capo Mani, bei dem
ich uns Bulldogs gleich die Rückfahrt in einem der Fanatics-Busse organisierte,
war das Gerücht nun bestätigt, dass nur einer der Busse zum Match kommt.
Vor dem Spielbeginn wurde noch schnell der B.D.92 Banner am
Zaun des Auswärtssektors befestigt, dieses Mal waren mehr Bulldogs als gewohnt
vor Ort, denn nicht nur wir Bahnhofstester, sondern unter anderem auch Schissler, Jack und Hiermann im Privat PKW, die Conny-Partie und Mickey Mouse mit dem
Flugzeug, unser
Anwalt wie üblich im Atzgersdorf-Bus und die jungen Wilden Fabian und Xandl im
Fanaticsbus meisterten den Weg nach Alkmaar. Das
Stadion war zu Spielbeginn mit 17.000 Zuschauern mehr oder weniger fast
ausverkauft. Die als recht heimstark geltende Truppe des 3fachen holländischen
Meisters AZ Alkmaar hatte aber diesen Abend mit den unbekümmert aufspielenden
Austrianern seine Probleme. Von über 700 motivierten Austriafans angetrieben
spielte unsere Mannschaft in der ersten Halbzeit groß auf und ging überraschend,
aber nicht unverdient mit 1:0 in Führung. Durch den Treffer von Alexander Gorgon
zum 2:0 herrschte Jubel, Trubel und Heiterkeit im Auswärtssektor, inwieweit
dabei der Genuss der in Holland erlaubten Joints dazu beigetragen hat, möchte
ich aber nicht beurteilen. Auf jeden Fall war die Stimmung im aufgeheizten Austriasektor war sehr euphorisch, obwohl die gewohnten Fanatics-Einpeitscher
nicht vor Ort waren, da sie nach einem schweren Tag in Amsterdam den Weg nach
Alkmaar nicht mehr
schafften. Viele Austriafans erlebten beinahe ein Déjà-vu
Erlebnis vom letzten Europaleague-Auswärtsspiel in Malmö. Bis zu Pause hui,
danach pfui und teilweise der offensiven Spielweise des immer stärker werdenden
niederländischen Tabellenführers einfach nicht gewachsen. Nachdem die trotzdem
tapfer kämpfenden Austriaspieler die 2:0 Führung bis zur 79. Minuten halten
konnten, und beinahe sogar ausbauen hätten können, zerplatzte der Traum vom
nächsten Auswärtssieg innerhalb von nur 3 Minuten, durch ein Eigentor und einem
weiteren vermeidbaren Gegentreffer zum 2:2 Endstand. Vor dem Spiel wären sicher
alle Austriafans mit einem Punkt zufrieden gewesen, nach diesem Spielverlauf
waren es aber 2 verlorene Punkte, auf dem Weg zu einem der erste beiden
Gruppenplätze, die den Aufstieg ins Achtelfinale und eine weitere Auswärtsfahrt
im Frühjahr bedeuten würde.
Nach dem Match zwängten sich an die 90 Fans in den ersten Fanatics-Bus, der nun leicht überfüllt den Rückweg zum Bahnhofsparkplatz in Amsterdam zum dort wartenden zweiten Fanatics-Bus antrat. Nach der Aufteilung der Fans in die beiden Busse stellte sich heraus, dass beide Busse mehr oder weniger komplett ausgebucht waren. Der erste Fanbus mit nur noch 2 freien Sitzplätzen an Bord trat bereits vor 22:00Uhr die Rückreise nach Österreich an. Beim zweiten Bus, bei dem der uns allen bekannte Busunternehmer Joksi den Ersatz-Chauffeur spielte, musste noch auf die erlebnisorientierte Fraktion gewartet werden, die nicht zeitgerecht den Weg von dem Amsterdamer Erlebnisviertel zum vereinbarten Abfahrtsort schafften. Zu unserer Überraschung waren auch einige „Freunde“ aus dem grünen Hütteldorf mit von der Partie. Denen dürfte aber weniger das Match, sondern eher das Amsterdamer Straßenleben die Mitfahrt schmackhaft gemacht haben. Der schon vorher volle Bus, war nun mit 8 Bulldogs komplett überfüllt. Nachdem sich der Busfahrer aber weigerte, Fußballfans auf Stehplätzen am Mittelgang oder auf den Eingangsstiegen zu transportieren, die offiziellen Sitzplätze waren alle vergeben, kam nun wieder Plan B ins Spiel.
Wir versuchten nun am Amsterdamer Bahnhof eine kurzfristige und kostengünstige Rückreise zu organisieren, was aber an der Öffnungszeit des Amsterdamer Bahnhof-Schalters scheiterte, der genau zu dem Zeitpunkt zusperrte, als wir ankamen. Und so machten wir uns auf den Weg ins Amsterdamer Nachtleben, um in einem Internetcafé uns die Rückreise zu checken. Genau um Mitternacht teilte sich nun unsere Gruppe auf. Somit gibt es für diese Auswärtsfahrt auch 2 verschiedene Varianten der Heimfahrt. 5 Bulldogs blieben die Nacht in Amsterdam, um am nächsten Morgen heim zufliegen, 3 begaben sich schnell zum Bahnhof, wo schon um 0:20Uhr die eineinhalbstündige Fahrt nach Nijmegen wartete.
Variante 1:
Den dortigen dreieinhalbstündigen Aufenthalt wollten wir in
der belebten Innenstadt verkürzen, nur wurde uns der Eintritt in die diversen
Lokale nicht erlaubt, da es sich um reine Studentenfeste handelte und man ohne
Studentenausweis bei den Securities beim besten Willen nicht vorbeikam. So gab
es zuerst Heineken Bier aus der Dose in einem Kebap-Laden und danach in einem
arabischen Imbiss. Danach konnte der Bahnhofstest fortgesetzt werden, zuerst in
der Grenzstadt Venlo, danach in Düsseldorf und zum Schluss im schon bekannten
Nürnberger Hauptbahnhof. Pünktlich erreichten wir um 14:30Uhr unseren Endbahnhof
in Passau. Der VW-Bus stand zwar noch in der Tiefgarage, sprang aber nicht mehr
an. Aber da wir schon bei der Ankunft strategisch günstiger bergab geparkt
hatten, und mit den beiden starken Anschiebern an Bord, konnte auch das schnell
gelöst werden. Nun ging es um Batterie zu sparen, ohne Radio und Lüftung über
die Autobahn retour, selbst auf das Blinken beim Überholen bzw. Fahrspurwechsel
wurde verzichtet. Nach Erlebnisreichen 48 Stunden und einem persönlichen
Bahnhofscheck in diversen deutschen und holländischen Bahnhöfen waren wir um
18:30 wieder zu Hause. Obwohl mit kaputter Lichtmaschine unterwegs, schafften
wir die ca. 350km lange Strecke retour von Passau.
Variante 2:
Während unser Präsi, Ingrid und Wurstsemmel-Peda sich ein
Bierchen gönnten, machten sich der Webmasta und der Chefkoch auf den Weg in den
nächsten Coffee-Shop, wo über ein Internetportal versucht wurde, der Rückflug zu
buchen, was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Uns standen 2 Flüge zur
Auswahl, zuerst der teure Direktflug um 07:00 morgens um €270 oder der etwas
billiger Flug mit Zwischenstopp in Zürich und einer Pause von 4 Stunden in der
Schweiz um €180. Nach kurzer Rücksprache mit der restlichen Partie versuchten
wir nun den günstigeren Flug über die Schweiz zu buchen, was aber einerseits an
der komplizierten Buchungseingabe um diese späte Uhrzeit und anderseits an den
Schließzeiten der Coffee-Shops in Amsterdam um 1:00Uhr morgens scheiterte. Also
war unser neuer Plan mit dem Zug zum Flughafen Schiphol zu fahren und dort
direkt unseren Flug zu buchen. So ging es zu Fuß das kurze Stück zum
Amsterdamer
Bahnhof, wo wir uns die Tickets zum Flughafen besorgten und mit dem nächsten Zug
gegen 02:30Uhr morgens Richtung Flughafen fuhren. Dort angekommen scheiterten
wir allerdings am Internetportal, da diese scheinbar nur für mitgebrachte
Laptops zugänglich waren und wir natürlich kein Notebook oder dergleichen mit
hatten. Da gegen 5:00Uhr morgens die ersten Schalter aufsperren sollten, machten
wir es uns mal für 1-2 Stunden am Amsterdamer Flughafen gemütlich. Nach kurzem
Schlaf versuchten wir erneut unser Glück und machten uns auf die Suche nach
Mitarbeitern der Swiss Airline, wo wir unsere Tickets kaufen wollten. Da diese
jedoch nirgends zu sehen waren, wurde eine Rauchpause eingelegt. Als
Nichtraucher völlig allein gelassen machte sich Webmasta Mani planlos und
alleine auf den Weg durch den Flughafen um irgendwo Tickets für die Heimreise zu
bekommen. Da fiel die bis dato unbekannte Fluglinie Transavia auf, die mit
Billigflügen nach Mailand, Barcelona und Wenen warb. In der Hoffnung, dass Wenen
eventuell Wien bedeuten könnte, wurde vorsichtig angefragt. Und tatsächlich
konnten Sie einen Flug über Rotterdam direkt nach Wien um 11:30 anbieten. So
wurden die Raucher aus ihrer Rauchpause geholt und nach kurzer Absprache wurde
der günstige direkte Flug um €120 sofort gebucht. Also machten wir uns wieder
mal auf den Weg zu einem Ticketschalter der Bahn, holten uns Zugtickets für die
Fahrt, setzten uns gegen 5:00 früh in den Zug und fuhren nach Rotterdam. Von
dort ging es weiter mit einem Bustransfer direkt zum Flughafen The Hague, wo wir
es uns erneut für ein paar Stunden gemütlich machen konnte, da unser Flug ja
erst gegen Mittag ging. „Ausgeschlafen“ machten wir uns um 10:00 vormittags auf
den Weg zum Einchecken, gönnten uns noch 2 Bierchen, traten um 11:30Uhr unseren
wohlverdienten Heimflug an und konnten 2 Stunden später eine der wohl
spektakulärsten Auswährtsfahrten der letzten Jahren beenden.
Fazit des Bulldogs-Bahnhoftests mit folgenden getesteten Bahnhöfen: Passau-Plattling-Regensburg-Eggmühl-Nürnberg-Frankfurt-Amsterdam-Alkmaar-Rotterdam-Nijmenen-Venlo-Düsseldorf
Als gelegentlicher Bahnfahrer muss man mit der Qualität und dem Service im Großen und Ganzen zufrieden sein. Einfache und daher teure Tickets kann jedermann beim Ticketautomaten kaufen, will man aber die günstigen Tarife buchen, ist selbst das deutsche Bahn-Callcenter überfordert, daher ist es immer wichtig einen guten Telefonjoker im Hinterkopf zu haben.
Martin/B.D. 92
BULLDOGS ON EUROPEAN TOUR 2011
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