Metalurg Donezk - Austria Wien 2:2

18-21.08.2009 (Ukraine IV.)

Wie für manchen Wiener die jährliche Fahrt an den Hausmeisterstrand in Lignano oder Jesolo, ist für uns Bulldogs die Fahrt in die ehemalige Sowjetrepublik Ukraine nichts Besonderes mehr. Schon zum Vierten Mal seit 2002 kommt ein Gegner unserer Austria aus der Ukraine. Nach Shaktar Donezk, Illychivets Mariupol und Dnjepr Dnjepropetrovsk nun eben wieder ein Klub aus der Kohle- und Stahlmetropole Donezk. Aber Metalurg Donezk steht sowohl sportliche, als auch finanziell bei Weitem im Schatten des Großen und durch zahlreichen Championsleagueteilnahmen auch bei uns in Westeuropa bekannten, letztjährigen Uefacupsieger Shaktar Donezk. Zwischen Auslosung und Spiel waren nur knapp 2 Wochen Zeit, die Reise in den Osten des zweitgrößten europäischen Landes zu organisieren. Eine Busreise mit einem großen Reisebus wurde von uns Bulldogs angedacht, doch alle von uns kontaktierten Busunternehmen schalteten beim Wort Ukraine sofort auf Stur und machten uns nicht einmal ein Angebot, obwohl zum Beispiel der Grenzort Cop näher bei Wien als zum Beispiel Bregenz oder Altach liegt. Ok, der Westen der Ukraine ist schnell erreicht, sind doch die Straßen in Ungarn mittlerweile bereits sehr gut ausgebaut, aber die 1500km nur in der Ukraine von Muchachevo auf teilweise äußerst schlechten Straßen bis nach Donezk wollte sich kein Busunternehmer antun. So wurde zuerst die Bahnverbindung von Österreich in die Ukraine überprüft. Da aber die ÖBB aus eigener Erfahrung zu ihren Gunsten weit überhöhte Preise für das östliche Ausland verlangt, suchten wir nach Verbindungen von Bratislava, bzw. Hegyeshalom über Budapest.

In der Zwischenzeit wurde auch das Flugangebot der Austria bekannt. Mit 350 Euro für Mitglieder war es Anfangs ein recht faires Angebot. Innerhalb kurzer Zeit kostete das Flugangebot mit der Austria dank Einzelzimmerzuschlag aber schon 450 Euro. Damit war für uns klar, dass wir mit dem Zug die Reise nach Donezk antreten werden. Virus fuhr nach seiner Arbeit in den ungarischen Grenzort Hegyeshalom und wollte dort den Zug über Budapest nach Kiew buchen, aber man schickte ihn zum nächst größeren Bahnhof nach Györ. Virus hatte bereits über 500 Euro in Forint gewechselt, um für 7 Leute der Bulldogs den Zug zu buchen. Doch die Forint wurden nicht gebraucht, da der Nachtzug am Dienstag von Wien über Budapest nach Kiew bis auf den letzten Platz ausgebucht war. Man bot ihm als Alternative zwar den Zug am Montag oder am Mittwoch an, was aber aus logistischen Gründen nicht angenommen werden konnte. Wenn wir erst am Mittwochabend gefahren wären, hätten wir erst nach Matchende Donezk erreicht und für eine Fahrt schon am Montagabend hätten einige von uns noch einen zusätzlichen Urlaubstag gebraucht und stand so ebenfalls nicht zur Diskussion. Wir hatten nun also noch genau eine Woche zum Matchtag und mussten unseren Plan wieder ändern. Nun sollte es mit dem VW Bus nach Donezk gehen. Ich war aber sehr skeptisch, da wir ja schon 3x durch die Ukraine gefahren sind und wir die schlechten Straßen mit ihren riesigen Schlaglöchern bereits zur Genüge kennen. Für mich war es wie gesagt die äußerste Notlösung und so suchte ich eine andere Alternative, die ich in den Zugverbindungen von Bratislava über Kosice nach Kiew, bzw. von Bratislava über Krakau nach Lemberg fand. Am Samstag, den 15. August, die meisten Austrianer waren gerade beim Cupspiel in Würmla, versuchte ich am Bahnhof von Petrzalka die Zugfahrt zu organisieren. Die Zugfahrt über Kosice nach Kiew kam nicht in Frage, da wir in Lemberg in den ausgebuchten Zug von Budapest aus kommend umsteigen hätten müssen. Die zwei Schalterbeamten in Petrzalka waren zwar sehr bemüht und konnten mir zwar den Preis sagen, aber den Zug über Krakau nicht buchen und verwiesen mich auf den Hauptbahnhof in Bratislava. Dort fand ich nach einigem Suchen den Schalter für Auslandsreisen. Mit meinen im Internet ausgedruckten Fahrplänen versuchte ich nun der slowakischen Eisenbahnangestellten, die leider kein Wort Deutsch und auch nur ein wenig Englisch verstand, die Fahrt nach Donezk zu buchen. Nach einer halben Stunde, sie hatte sich zwar sehr bemüht und mehrmals am Telefon nachgefragt, konnte sie mir zwar die Strecke von Breclav nach Krakau buchen, für den reservierungspflichtigen Nachtzug von Krakau nach Lvov konnte sie uns aber keine Tickets reservieren. Nun war wieder guter Rat teuer, und nach einigen Telefonaten mit unseren Leuten, die ja gerade beim mühelosen 4:0 Sieg beim RLO Klub Würmla waren, sollte nun Andi mit y auf der Heimfahrt am Südbahnhof die Zugtickets organisieren. Mit der Austria wurde in der Zwischenzeit um 200 Euro der Rückflug ausgemacht, so waren knapp zweieinhalb Tage vor Reisebeginn die Einzelheiten der vierten Ukrainetour abgeklärt.

Dienstagnachmittag, Flughafen Wien Schwechat. Es wurde am Flughafen aber nur das Auto für die Rückfahrt geparkt (natürlich kostenlos mit der Mitarbeiterkarte von Virus), danach auf den Dienstschluss von eben diesem gewartet und danach ging es mit der S-Bahn Richtung Wien Südbahnhof. Zum Glück hatten wir uns noch Fahrkarten gekauft, denn eine Schwarzkapplerin kontrollierte uns gleich nach der Abfahrt. Am Südbahnhof traf sich dann der Rest der Truppe, 6 Fans rund um die Bulldogs und Samuel, da Bua von den Boys Viola. Zuerst ging es 7 Stunden mit dem Zug ins polnische Krakau, der einzige Höhepunkt der Fahrt war der Chinese der in Bohumin nicht im richtigen Wagon nach Warschau, sondern neben uns im Abteil ebenfalls nach Krakau fuhr, obwohl er eigentlich nach Kattowice wollte. Die Zugschaffner versuchten dem orientierungslosen Chinesen, zwar auf Polnisch und Englisch seinen Fehler zu erklären, ob dieser sein Ziel Kattowice bis heute schon erreicht hat, ist fraglich.

Nach einstündigem Aufenthalt am Bahnhof von Krakau ging es im Neuen Schlafwaggon Richtung Lvov. Die 3er Kabinen waren auf neustem westeuropäischem Stand und um einiges schöner als vergleichbare österreichische Waggons. Damit keiner von uns 7 Fans alleine in einem Abteil schlafen musste, beschloss ein verliebtes Pärchen sich in einem Bett zusammenzukuscheln und sich mit Samuel und mir ein Abteil zu teilen. Da „Bua“ musste auf die oberste Pritsche, die mittlere Pritsche gehörte mir und auf dem untersten Bett wurde offensichtlich nicht nur gekuschelt. Aber Samuel und ich hatten sowieso einen guten Schlaf und wie ich unseren Fummler kenne, war nach 3 Minuten sowieso alles vorbei. Als uns an der Grenze nach 2 Stunden Schlaf ein polnischer Zöllner gegen 2:15 weckte, war es mit der Nachtruhe vorbei. Wenigstens haben wir von einer polnischen Zöllnerin nach einigem Bitten doch noch einen Stempel für unsere Reisepässe erhalten. Nachdem wir die polnische Grenze passiert hatten, ging es nun im Schritttempo zur ukrainischen Seite. Alle paar Minuten kamen andere Uniformierte mit irgendeinem sinnlosen Formular zum Ausfüllen. Das nennt man halt Arbeitsbeschaffung, zuerst Zöllner, danach Grenzpolizei und zum Schluss irgendeine Bahnpolizei mit ihren altertümlichen, übergroßen Pizzakappen. Nach insgesamt 2 Stunden Aufenthalt hatten wir das Grenzprozedere geschafft und den letzten 100km nach Lvov stand nichts mehr im Wege.

Lemberg erreichten wir dann nach ca eineinhalb Stunden Fahrtzeit und nachdem der ukrainische Schaffner in jedes Abteil mindestens 3x lautstark Lvov gebrüllt hatte, war selbst der müdeste Fußballfan nun hellwach. Der Vorteil am Bahnhof in Lvov war, dass wir schon eine gewisse Ortkenntnis hatten, da wir 2004 auf dem Weg nach Dnjepropetrovsk, als unser alter Bulldogsbus im ukrainischen Winter nicht mehr so richtig wollte, damals die Fahrt mit dem Zug von Lvov nach Dnjepropetrovsk fortsetzten. Der Anschlusszug über Kiew stand schon am gegenüberliegenden Bahnsteig bereit, doch der Schaffner ließ uns nicht in den Zug einsteigen, mit dem Hinweis, dass wir unsere Fahrkarten noch umtauschen müssten. Von den ÖBB am Südbahnhof hat uns das natürlich keiner gesagt und so blieben gerade mal 15 Minuten um die richtigen Tickets zu organisieren. Die Kassenhalle war voll, alle Verkaufskassen besetzt, keiner konnte nur annähernd ein Wort Deutsch oder Englisch und so ging es mit den österreichischen Tickets wieder retour zum Bahnsteig, doch der Schaffner ließ uns immer noch nicht einsteigen und so fuhr der Zug ohne uns nach Kiew. Zum Glück habe ich zu Hause alle Züge von Lemberg nach Kiew bzw. nach Dnjepropetrovsk ausgedruckt und mit dem Fahrtplan ging es retour zum Auslandsschalter. 3 junge Mädels aus Polen, die soeben von ihrer Trampingtour von der Krimhalbinsel zurückgekehrt waren, boten sich als Dolmetscher an und versuchten uns die nächsten Züge zu organisieren. Nach langem hin und her gelang es uns Tickets für den nächsten Fernzug Lvov-Sinferopol zu bekommen. Fahrtzeit nach Dnjepropetrovsk ca. 17 Stunden, danach 4 Stunden Aufenthalt am Bahnhof, da der nächste Anschlusszug nach Donezk wieder einmal komplett ausgebucht war, und danach nocheinmal 4 Stunden Fahrtzeit bis nach Donezk. Mit den Platzkarten in der Hand ging es nun daran, die 2 Stunden Aufenthalt am Lemberger Bahnhof zu überbrücken. Wir setzten uns auf die Stufen vor dem Bahnhof und genossen die morgendlichen Sonnenstrahlen, Virus nahm sich um 10US Dollar ein Taxi um das Stadion in Lvov zu fotografieren. Für die neue EM-Arena blieb aber keine Zeit, da das in Bau befindliche Stadion zu weit entfernt war.

Nun ging es in den Zug nach Sinferopol, der eine Gesamtfahrzeit von 29 Stunden! aufwies. Leider mussten wir recht schnell feststellen, dass unsere Gruppe nur die Restplätze am Gang bekommen hat, und da auch immer nur das obere Bett. Bett ist dabei aber nur ein Hilfsausdruck für eine Pritsche mit ca. 1,75m Länge und knapp 50cm Breite. Inmitten von unzähligen Russen und Ukrainern, die Meisten von Ihnen waren entweder auf dem Weg von der Arbeit nach Hause, oder auf dem Weg in den Urlaub zur sonnigen Halbinsel Krim ans Schwarze Meer. Und mittendrin 7 österreichische Fußballfans auf dem Weg nach Donezk. In stundenlangen Gesprächen in äußerst schlechtem Englisch konnte ich von Sascha, der mit seinen Eltern Olga und Vladimir auf dem Weg in seinen Heimatort am Schwarzen Meer war, einiges Interessantes über die Ukraine erfahren. Die größte Frechheit ist aber die Preisgestaltung der ÖBB. Wir bezahlten für die 1500km von Lvov nach Donezk ca 45 Euro pro Person und in Lvov noch ca. 7 Euro für die Reservierung. Sascha zahlte für die ca 2000km lange Strecke von Ternopil nach Sinferopol knapp 100 Hrivna, umgerechnet knapp 10 Euro inkl. Reservierung. Warum die ÖBB in Österreich ein Ticket zu weit überhöhten Preisen verkauft und wir dann sowieso keine fixe Platzkarte für die geplanten Züge bekommen, obwohl wir ausdrücklich um Reservierung gebeten haben, wissen sie wohl selber nicht, denn wir haben so die österreichische Bahn mit 300 Euro gesponsert. In Zukunft können wir also gleich aufs gute Glück unsere Reisen planen, denn auf die österreichische Abzockerbahn ist sowieso kein Verlass.

Es war eine anstrengende Bahnfahrt bei sengender Hitze und ohne Klimaanlagen an Bord, im Speisewagen gab es aber wenigstens eisgekühlte Getränke zu einem super Preis. Der „Bua“ hatte es ein wenig übertrieben, der Schaffner war natürlich auch nicht erfreut und drohte mit der Polizei, als der „Bua“ von seiner oberen Pritsche gleich 3 anderen Betten voll kotzte. So kam der Bulldogs Putztrupp zum Einsatz um den Waggon wieder zu säubern. Die ukrainischen Mitreisenden nahmen es sowieso mit Humor, nur der Schaffner war spätestens jetzt gegen unsere Reisegruppe. Aber zum Glück war bei den Schaffner dann Schichtwechsel und ein jüngerer und bei weitem freundlicherer Kollege war danach für unseren Waggon, in dem sich 60 bis etwa 80 Betten befanden, für die Nachtschicht zuständig. Da „Bua“ hat das Bier und die Flasche Wodka eh recht gut vertragen, weil mit 16 Jahren kotzen manche die ganze Nacht nach so einem übermäßigen Alkoholkonsum.

Um 1 Uhr in der Nacht war schon wieder Tagwache, da wir um 1:45Uhr den Zug in Dnjepropetrovsk verlassen mussten. In unserem Waggon war es mittlerweile Mucksmäuschenstill, denn die meisten Ukrainer hatten sich natürlich auch mit Wodka die nötige Schlafdosis gegeben. Mit kurzer Verspätung erreichten wir um 2:00Uhr morgens den Bahnhof von Dnjepropetrovsk, mittlerweile ein moderner Bahnhof, der sich vor den großen westeuropäischen Bahnhöfen nicht verstecken muss. Bahnhofshalle und Warteraum waren vom Boden über die Wände bis zur Decke mit feinen Marmorplatten ausgelegt. Für Beleuchtung sorgten neue Halogen Spot, für Ordnung sorgte ein eigener Security Dienst und ohne Fahrkarte gab es keinen Eintritt in den Warteraum. Für Sauberkeit war schon um 3:00 morgens ein ukrainischer Putztrupp mit Wischmob und einer Kärcherkehrmaschine unterwegs. Solange wir die Putzfrauen nur genervt hatten, bis sie ihr eigenes Stromkabel erwischten war noch alles im grünen Bereich. Nachdem sie aber schon fast fertig waren und ich mir eine leicht zerdrückte Mannerschnitten Packung öffnete und die Brösel am Fußboden verteilte, konnte ich den Zorn der resoluten ukrainischen Putzfrauen richtig spüren. Danach ging es recht schnell und die Polizei war auch gleich zur Stelle, um unsere Reisepässe und Fahrkarten zu überprüfen. Natürlich habe ich den verdutzten Polizisten auch eine Mannerschnitte angeboten, aber sie waren weder zum Essen noch zum Schmäh führen aufgelegt. So vergingen die 4 Stunden Wartezeit mitten in der Nacht wie im Flug und wir bestiegen den letzten Zug unserer Etappe. Nach knapp 4 Stunden Fahrzeit an etlichen Kohlebergwerken und Kohlekraftwerken vorbei erreichten wir pünktlich nach Fahrplan um 10:30 unser Reiseziel Donezk. Doch weder unser Präsident Jörg noch die beiden Beitrittskandidaten Jürgen und Xandl, die am Vortag mit dem Mannschaftsflieger angereist waren, fanden sich bereit uns am Bahnhof abzuholen.

Nach langem Feilschen um den Taxipreis ging es um je 10 US Dollar mit 2 ordentlich ramponierten Fahrzeugen (Taxi kann man dazu beim besten Willen nicht sagen), die restlichen 10km vom Bahnhof zum Hotel Zentral der Austriafans. Dort konnten wir nach der 40 stündigen Marathonreise gratis duschen und uns den Dreck der letzten 2200km herunter waschen. Danach gab es ein Willkommensbier an der Hotelbar, ein gepflegtes Mittagessen im benachbarten Restaurant (Dani träumt noch immer von ihrem Chicken with garlic and onion, weil statt Hühnerfleisch gab es nur Hühnerinnereien wie Herz, Nieren und sonstiges). Vor der Abfahrt zum Stadion gab es beim Kiosk noch billige Zigaretten im Vorratspack. Danach ging es im leicht überfüllten Shuttlebus, weit über 70 Fans drängten sich in den kleinen Bus, zum Metalurg Stadion. Zuerst durch die Halbwegs zivilisierte Innenstadt, in der sogar etliche westliche Boutiquen zu finden waren, danach durch die heruntergekommene Vorstadt und knapp vor dem Stadion durch die Slums. In der Nacht ist es glaube ich besser, in Donezk gewisse Viertel zu meiden, denn Milde gesagt, sehr freundlich sah es dort nicht aus.

Vor dem Stadion gab es dann günstige Matchkarten für die Fans, aber nur für die ukrainischen, denn die Austria verlangte für eine 5 Hrivna Karte (Umrechnungskurs 1:12 – Wert ca. 45 Cent) – immerhin stolze 5 Euro, macht bei knapp 100 Austriafans einen Gewinn von über 400 Euro… Wenn di Austriaverantwortlichen 50 Euro investiert hätten und den Fans die Karten geschenkt hätten, wäre das Echo sicher um einiges besser gewesen, als nach dieser unnötigen Aktion (klares Foul – rote Karte fürs Austriamanagement!).

Fußball gespielt wurde auch an diesem Abend, und gar nicht mal so ein schlechter. Durch Tore von Jun und Diabang führte unsere Austria bis knapp vor der Pause mit 2:0 und brachte sich wie beinahe schon üblich knapp vor der Pause um die gute Ausgangssituation. Durch den glücklichen Anschlusstreffer der Ukrainer war nun in der zweiten Halbzeit wieder alles offen und nach 2 dummen gelben Karten für Diabang, der mit gelb-rot vom Platz flog, wurden die Ukrainer immer stärker, drängten unsere Veilchen an den eigenen Strafraum und kamen in der Schlussminute noch zum nicht unverdienten Ausgleich. Trotzdem war nach diesem Ergebnis die Chance für den Aufstieg durch die zwei geschossenen Auswärtstore nach wie vor lebendig und wurde eine Woche später im Horrstadion nach äußerst spannendem Spielverlauf in der Verlängerung der Aufstieg geschafft.

Nach dem Spiel ging es mit dem Shuttlebus der Mannschaftsflieger zum Flughafen, der Heimflug war im Gegensatz zur anstrengenden Zuganreise eine kurze, erholsame Angelegenheit und so erreichten wir schon nach ein paar Stunden Flugdauer gegen 1:30 den Flughafen Wien-Schwechat. Würde die Austria für diverse Auswärtsspiele fanfreundlichere Preise anbieten, würden wir uns solche nerven- und zeitaufreibende Bus- und Zugfahrten ersparen und außerdem würden weit mehr Fans die Austria im Ausland unterstützen (allerdings würde es für uns dann relativ unspektakulär werden, wenn wir nur mehr Flughafensightseeing betreiben würden).

Martin/B.D. 92

BULLDOGS ON EUROPEAN TOUR 2009

Weitere Fotos aus Donezk. findet ihr im Fotoarchiv!

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